Lexikon

Immobilien-Fachwissen von A bis Z

AFA (Absetzung für Abnutzung) bedeutet im Allgemeinen einen Wertverlust von Unternehmensvermögen.

Dieser Wertverlust kann durch allgemeine Gründe wie Alterung und Verschleiß oder durch spezielle Gründe wie einen Unfallschaden oder Preisverfall auftreten. Abschreibungen werden meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und, unter Beachtung von handelsrechtlichen Besonderheiten, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) verbucht.

Die AIFM-Richtlinie (engl. AIFMD für Alternative Investment Fund Manager Directive) wurde 2010 vom EUR-Parlament angenommen. Konkret handelt es sich hier um eine Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds.

Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise verfolgt die EU-Kommission das Ziel, alle Marktteilnehmer und Tätigkeiten, die erheblichen Risiken unterliegen, einer Regulierung zu unterwerfen.

Ein Investmentvermögen, das nach den Bestimmungen des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) aufgelegt wird und von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) verwaltet wird. Im Gegensatz zu den sog. OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere bzw. Wertpapierfonds) wird das Vermögen bei AIF nicht in verbriefte Werte (wie z. B. Wertpapiere, Zertifikate), sondern in reale Vermögensgegenstände (z. B. in Flugzeuge, Schiffe oder Immobilien) investiert.

AIF gibt es in zwei unterschiedlichen Ausprägungen: offene AIF (z. B. offene Immobilienfonds) und alternative AIF (Fonds von PATRIZIA GrundInvest).

Ein AIF ist ein Investmentvermögen, an dem sich (auch) Privatanleger beteiligen können. Die gesetzlichen Vorgaben für alternative Publikums-AIF sind besonders streng, weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Privatanleger weniger über unternehmerische Beteiligungen wissen als professionelle Anleger. Alternative Publikums-AIF dürfen nur in bestimmte Vermögensgegenstände investieren. Es wir unterschieden nach risikogemischten und nicht risikogemischten AIF. Im Gegensatz dazu steht der alternative Spezial-AIF, der weniger strengen Vorgaben unterliegt, an dem sich aber nur professionelle Anleger und (semi-)professionelle Anleger beteiligen können.

Es handelt sich um eine einmalige Gebühr, die der Anleger beim Erwerb von Fondsanteilen zu entrichten hat.

Diese Gebühr dient zur Deckung eines Teils der Kosten, die beim Vertrieb von Fondsanteilen entstehen.

Bezogen auf AIF ist ein natürliche oder juristische Person gemeint, die sich an einem alternativen Investmentvermögen beteiligt.

Der Begriff wird häufig synonym mit den Begriffen Kommanditist oder Zeichner verwendet. Das KAGB unterscheidet verschiedene Typen von Anlegern: den Privatanleger, den (semi-)professionellen Anleger (z. B. Family Offices) und den professionellen Anleger (z. B. Banken und Versicherungen). Die Differenzierung erfolgt im Wesentlichen über die Kenntnisse und Erfahrungen des jeweiligen Anlegers sowie über die Höhe der Beteiligungssumme.

Die Anlagebedingungen regeln die Ausgestaltung der rechtlichen Verhältnisse zwischen dem alternativen Investmentvermögen und den Anlegern.

Es wird z. B. festgelegt, in welche Vermögensgegenstände investiert werden darf, wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen oder wie Auszahlungen an den Anleger vorzunehmen sind.

Bei einem Publikums-AIF müssen die Anlagebedingungen vorab von der BaFin genehmigt werden.

Die Anlagebedingungen sind zusätzlich zum Gesellschaftsvertrag bzw. der Satzung schriftlich abzufassen und dem Anleger vor dem Beitritt zur Fondsgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Diese Abfassung erfolgt im Verkaufsprospekt.

Die Anlagestrategielegt legt die langfristige Ausrichtung für jedes Portfolio bzw. Investmentvermögen fest.

Alle Fondsmanager müssen sich nach diesen Vorgaben richten und täglich danach handeln.

Die Anlagestrategie bei Immobilienfonds beschreibt z. B. Regelungen zur Diversifizierung, Vermietung, geplanten Laufzeit und zum Verkauf der Immobilie am Ende der Fondslaufzeit.

Nachzulesen ist die Anlagestrategie des jeweiligen Fonds in den Produktunterlagen (Verkaufsprospekt).

Die im Verkaufsprospekt dargestellten Anschaffungs- und Herstellungskosten setzen sich aus dem Kaufpreis für das Anlageobjekt sowie den objekt- und gesellschaftsspezifischen Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Registergericht, Notar, Rechts- und Steuerberatung zusammen.

Jeder Anleger erwirbt durch Zeichnung des angebotenen Fonds und durch Zahlung der Beteiligungssumme einen entsprechenden prozentualen Anteil am Gesamtvolumen des Investmentvermögens.

Bei allen Fondsangeboten ist dabei wenigstens die jeweilige Mindestbeteiligungssumme zu erbringen.

Asset Management ist die englische Bezeichnung für die professionelle Vermögensverwaltung.

Allgemein versteht man unter Asset Management bei Immobilien die Planung, Steuerung, Umsetzung und Kontrolle von allen wertbeeinflussenden Maßnahmen.

Durch gezielte Aktivitäten entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses einer Immobilieninvestition werden Maßnahmen eingeleitet, die den Immobilienwert erhöhen sollen, um in der Folge aus der laufenden Bewirtschaftung und beim nachgelagerten Immobilienverkauf eine gute Performance zu erzielen.

Das Asset Management handelt dabei immer nach den Vorgaben des Portfolio Managements.

Damit das alternative Investmentvermögen aufgelöst werden kann, müssen die Vermögensgegenstände (z. B. Immobilien) verkauft und das Fremdkapital zurückgezahlt sein.

Das verbleibende Vermögen wird als Schlusszahlung an die Anleger verteilt. Siehe auch Liquidationsphase.

Rückflüsse, die Anleger während ihrer Beteiligung an einem alternativen Investmentvermögen erhalten.